Politiker als Vorbilder-eine verlogene Forderung?

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loge

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22.02.2011 11:18 Uhr
esmeralda 1A hat folgendes geschrieben:

...

Mich erstaunt es immer wieder, wie hier die Leute sich sicher sind, was Recht und Unrecht ist.


Richtig. Und zwar in der Variante "Recht" bei sich selber und "Unrecht" nur bei den anderen.
Der Lockenkopf



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22.02.2011 11:27 Uhr
esmeralda 1A hat folgendes geschrieben:
Dieses Zitat kam schon öfter im Forum - mit oder ohne Hinweis auf die Bibel. Und wer keine Kenntnis davon hat, kann meines Erachtens darüber auch nicht urteilen, genauso wenig wie über KTG.

Wir kauen doch nur das wieder, was die Presse uns mitteilt und wodurch wir beeinfusst worden sind. Vielleicht sieht es ganz anders aus - und wir haben uns nur vor den Karren der Journaille spannen lassen und sind einer Meinungsmache aufgesessen.

Mich erstaunt es immer wieder, wie hier die Leute sich sicher sind, was Recht und Unrecht ist.


Auch wenn es OT ist:

In einem Bericht stand heute, dass Internetaktivisten bisher knapp 16ooo Zeilen aus Guttenbergs Arbeit analysiert hätten und davon etwas mehr als 3.500 Zeilen (inklusive der Fussnoten) Plagiate sind. Das sind 21,6 %.

So schnell werden jetzt auch schon die Fußnoten/Quellenangaben zu Plagiaten. Dem Volk wirds zum fressen vorgeworfen und das Volk frisst. Für eine Meinung langts allemal.

Zum Thema: Wer nach Vorbildern sucht, sucht im Grunde ja nur, was er in sich selbst nicht hat oder vermisst.

Als Fussballbuben waren Pele, Eusebio & Co die Idole. Sie konnten Fussball spielen. Es war uns egal, was das für Menschen waren (wir wussten es auch nicht). Und das was wir heute glauben von den KTzG und anderen Peronen der Öffentlichkeit zu wissen, zeigen uns die gefilterten und gesteuerten Medien. Und wir Glauben es.

Restl57

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22.02.2011 11:33 Uhr
Der Lockenkopf hat folgendes geschrieben:


Was kann eine Beleidung sein, was man nicht kennt??

"Als sie nun anhielten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie."

Das ist der Vers und wo ist die Beleidigung??


Darauf hatte ich getippt.
Skrupelloses/machtgieriges/unehrliches Verhalten wird in der Bibel nicht gedeckt. Diese angebliche Großherzigkeit, einen Betrug zu beschönigen/verharmlosen ist einfach Mißbrauch der Bibel.
Diese Arbeit wurde im Laufe von 7 Jahren geschrieben ohne sich je daran zu erinnern, dem abgelegten Eid zu entsprechen. Immer wieder wurde getäuscht und betrogen ohne Rücksicht auf Verluste. Dass, das auf die Uni kein gutes Licht wirft, ist wohl unbestritten. Studenten, denen man nicht so wohlgesonnen ist, wurden aufgrund solcher Arbeiten exmatrikuliert. Seinen schulischen/beruflichen Weg kann ich mir inzwischen gut vorstellen.

Und was hat das bitte mit der Bibel zu tun?

loge

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22.02.2011 11:36 Uhr
Restl57 hat folgendes geschrieben:


...

Und was hat das bitte mit der Bibel zu tun?


Na gar nichts Es soll ja auch nicht als Rechtfertigung für ein Fehlverhalten herhalten.
Es geht mir nur um die Leute (wer auch immer dahinterstecken mag und welche Beweggründe auch immer zu vermuten sind), die, obwohl eben selber nicht fehlerfrei, sowas mit Gewalt an die Oberfläche zerren müssen. Und immer schön mit dem Finger drauf zeigen. Darum gehts.....

Restl57

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22.02.2011 11:40 Uhr
Meines Erachtens deckt man das mit Recht auf. Soll deiner Meinung nach "der Ehrliche immer der Dumme sein"? Fußnote Wickert

esmeralda 1A

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22.02.2011 11:42 Uhr
zum Thema Vorbild.

Als Kind wurde mich noch gesagt, dass ich mich an bestimmten Menschen orientieren sollte. Das waren aber auch Persönlichkeiten, die im Leben etwas geleistet haben - und zwar für andere.
Damit kommt auch der Aspekt der Leistung mit ins Spiel.

Ein Mensch, der als Politiker sein Amt seit einiger Zeit innehat und es ausübt, ohne eine bewegende Leistung zu erbringen, kann eigentlich nicht als Vorbild dienen. Er ist nicht anders als jeder Berufstätige, der seine Verpflichtungen mehr oder weniger erfüllt. Nur dass er als Politiker im Licht der Öffentlichkeit steht.

Love it, change it or leave it.

Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.(Oskar Wilde)


loge

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22.02.2011 11:43 Uhr
Restl57 hat folgendes geschrieben:
Meines Erachtens deckt man das mit Recht auf. Soll deiner Meinung nach "der Ehrliche immer der Dumme sein"? Fußnote Wickert


Nein, sicher nicht. Aber hier (im konkreten Fall) findet nicht nur eine Aufdeckung von Unrecht, sondern eine Hetzjagd statt, an der sich ganze Heerscharen von gänzlich Unbeteiligten deliktieren.

Restl57

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22.02.2011 11:47 Uhr
weil es unglaublich dreist war. Das ist keine Hetzjagd, das ist ein Festhalten an Regeln, die für alle gelten.

loge

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22.02.2011 11:51 Uhr
Restl57 hat folgendes geschrieben:
weil es unglaublich dreist war. Das ist keine Hetzjagd, das ist ein Festhalten an Regeln, die für alle gelten.


Na als "unglaublich dreist" würd ich das jetzt nicht klassifizieren - da gibts ganz andere Sachen.... Aber ok, wenn das Deine Sicht der Dinge ist, ists auch ok.

Aber gibt das einem ganzen Land von selbsternannten Richtern das "Recht", mit dem Finger drauf zu zeigen? Naa, I waas ned....
Alan48



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22.02.2011 13:10 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:
Na als "unglaublich dreist" würd ich das jetzt nicht klassifizieren - da gibts ganz andere Sachen.... Aber ok, wenn das Deine Sicht der Dinge ist, ists auch ok.


Was wären das nämlich für "ganz andere Sachen"?

Was natürlich nichts daran ändert, dass Fehlverhalten "X" nicht damit zu entschuldigen ist, weil es auch Fehlverhalten "Y" gibt. Ich muss da Restl zustimmen, das ist an Dreistigkeit schwer zu überbieten. Allenfalls Kohls Verweis auf sein gegebenes Ehrenwort beim Versuch, die kriminelle Herkunft von CDU-Geldern zu verschleiern bei gleichzeitigem Bruch seines Amtseids (die Gesetze des Landes zu achten), kommt da in die Nähe.

barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:
Aber gibt das einem ganzen Land von selbsternannten Richtern das "Recht", mit dem Finger drauf zu zeigen? Naa, I waas ned....


Wenn Du Dir das da oben nochmal durchliest, fällt Dir etwas daran auf?

Da lässt Du 83 Millionen Fingerzeiger aufmarschieren gegen armen, völlig zuunrecht verfolgten Herrn Dr. strg. c. Guttenberg... eine kleine, verdeckte appelatio ad misericordiam, die auch noch faktisch falsch ist.

[color=blue]"Die Universität selbst will am heutigen Dienstag über den Fall Guttenberg beraten. Für den frühen Nachmittag wird eine Stellungnahme des Universitätspräsidenten Rüdiger Bormann erwartet - für ihn gilt es, den guten Ruf der Uni zu retten.

Guttenberg muss sich darum weniger Sorgen machen - die Mehrheit der Deutschen ist weiterhin zufrieden mit ihm. Das steht zumindest im Ergebnis einer Umfrage des Meinungsinstituts Infratest Dimap: 73 Prozent der 500 Befragten hätten sich positiv über Guttenbergs politische Arbeit gezeigt, hieß es. Plagiatsverdacht hin oder her."
http://www.sueddeutsche.de/politik/guttenberg-verzichtet-au
f-doktortitel-reaktionen-dreister-auftritt-mit-populistische
n-mitteln-1.1063307

loge

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22.02.2011 13:33 Uhr
Nu ma gemach, Signore ... ich hab nirgends geschrieben, dass ich mit dem einverstanden bin was der Guttenberg da gemacht hat.

Ich find das und seine halbherzige Reaktion hierauf recht gaga.
Aber, bei allem Respekt, sowas hier find ich auch ziemlich daneben:

Auszüge (willkürlich) aus einem Bericht in der SZ heute:

Zitat:
"Die Jagdgesellschaft ruht nicht, ihre Beute treibt sie bei Tag und Nacht vor sich her. Aus der Ferne, wie aus dem Nichts feuert die unsichtbare Meute immer neue Pfeile auf den längst Waidwunden - und trägt ihre Treffer fein säuberlich in Listen ein. Das Internet jagt den Verteidigungsminister, und es ist erbarmungslos dabei."

"Ja, es gibt ein Jagdfieber in mir", gibt einer der beiden Gründer der Plattform zu. "Aber es richtet sich nicht gegen die Person Guttenberg. Mein Jagdtrieb richtet sich gegen seinen Titel." Den will er dem Minister abjagen. "Er hat ihn unrechtmäßig erworben. Er muss ihn zurückgeben."

"Aus der Deckung wagen will sich der Jäger dabei nicht. Der Student weiß, dass es in der akademischen Welt nicht gut ankommt, auf wissenschaftliches Fehlverhalten hinzuweisen. Aus Selbstschutz will er seinen Namen nicht in der Zeitung lesen - und nennt sich bloß "PlagDoc"".

"Stets arbeiten etwa 100 Menschen an der Seite, zwanzig von ihnen bilden einen harten Kern. Sie kennen einander nicht, und wenn ihre Mission erfüllt ist, werden sie womöglich nichts mehr miteinander zu tun haben. Es ist eine Zweckgemeinschaft, eine Community auf Zeit, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann. Wenn PlagDoc ein paar Stunden geschlafen hat, findet er neue Einträge auf den Plagiateseiten, neue Tipps und Hilfetexte für andere Nutzer vor. Das Pflichtgefühl, ihr gemeinsames Projekt rasch zu Ende zu bringen, hält die Gemeinschaft zusammen."
Zitat Ende.

Der ganze Bericht:
http://www.sueddeutsche.de/digital/jagd-auf-plagiate-im-int
ernet-wir-sind-der-gegendruck-1.1063242


Und das meinte ich mit meinem posting, nix anderes. Verfehlung hin oder her. Hier gehts nicht mehr um "Fehler aufdecken", hier gehts um mehr..... Und das ist in der gebotenen Form einfach nicht in Ordnung. Das ist krank.
snafu



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22.02.2011 13:40 Uhr
Warum wollt ihr eigentlich Vorbilder? Seit ihr noch nicht erwachsen und gefestigt und könnt euren eigenen Weg gehen? Das ist doch absurd.

loge

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22.02.2011 13:44 Uhr
snafu hat folgendes geschrieben:
Warum wollt ihr eigentlich Vorbilder? Seit ihr noch nicht erwachsen und gefestigt und könnt euren eigenen Weg gehen? Das ist doch absurd.


Du hast natürlich vollkommen recht ... auch wenn die Sache trotzdem nicht so einfach ist....
Alan48



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22.02.2011 13:45 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:
Hier gehts nicht mehr um "Fehler aufdecken", hier gehts um mehr..... Und das ist in der gebotenen Form einfach nicht in Ordnung.


Woher weißt Du, dass es da nicht um Fehler aufdecken geht? Wegen eines reichlich blumigen Artikels in der SZ? Was hast Du eigentlich dagegen, dass Menschen bei der Überprüfung von Politikern und ihrer Tätigkeit einige Leidenschaft entwickeln? Wenn der Prof., bei dem Gutti "promoviert" hat, die Arbeit selbst erledigt hätte (er hat natürlich besseres zu tun, das verstehe ich ganz gut), dann müssten das nicht andere machen, und die ganze öffentlich Peinlichkeit wäre uns erspart geblieben.

Selbstverständlich ist das in dieser Form absolut in Ordnung. Es wäre nur dann nicht in Ordnung, wenn die Plagiate als gefunden deklariert, aber gefälscht wären.

Und die Frage nach den "ganz anderen Sachen" (hinsichtlich Dreistigkeit) magst Du lieber nicht beantworten, hm?

loge

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22.02.2011 13:48 Uhr
Alan48 hat folgendes geschrieben:


...

Und die Frage nach den "ganz anderen Sachen" (hinsichtlich Dreistigkeit) magst Du lieber nicht beantworten, hm?


Nee, hier ganz bestimmt nicht
Alan48



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22.02.2011 13:49 Uhr
snafu hat folgendes geschrieben:
Warum wollt ihr eigentlich Vorbilder? Seit ihr noch nicht erwachsen und gefestigt und könnt euren eigenen Weg gehen? Das ist doch absurd.


Schau, Snafu, die ganze Frage nach den Vorbildern war doch von vorneherein etwas dumm gestellt.

Politiker "sind" Vorbilder, erstens, weil sie an exponierter Stelle stehen, und zweitens, weil nun mal viele, nicht zuletzt Jugendliche, auf der Suche nach Vorbildern sind.

Die Frage ist also nicht, Wollen wir Vorbilder?, oder Sollen Politiker Vorbilder sein?, sondern: Im Wissen, dass Politiker Vorbilder sind, von welcher Art sollen sie sein?

Und jetzt bin ich gespant, ob sich jemand tatsächlich hinstellt und behauptet, es sei ihm oder ihr recht, wenn es miese, verlogene, betrügerische, manipulatorische, asoziale oder kriminelle Vorbilder sind.
anamadango



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22.02.2011 13:55 Uhr
Erinnert sich hier eigentlich noch jemand an die Spiegel-Affäre?

Augstein: "Anfang 1963 wusste es jeder. Strauß hatte verloren, wir hatten gewonnen. Die Einsicht war schmerzlich für ihn, für Adenauer, für dessen katholische Kanzler-Demokratur und all ihre Helfer und Nutznießer. Die SPIEGEL-Affäre, genau genommen der größte Justizskandal in der rechtsstaatlichen Geschichte Deutschlands, wäre aber womöglich anders ausgegangen, wenn nicht ein paar Umstände zusammengewirkt hätten: die Hilfe der anderen Hamburger Verlage, nicht mal Axel Springer stand abseits, die Empörung im Ausland und - das war entscheidend - die Parteinahme so vieler Deutscher zu unseren Gunsten. Der SPIEGEL hätte dem mit großer Wucht geführten Stoß nicht standgehalten, wenn die Öffentlichkeit sowie die SPD und FDP im Bundestag nicht rebelliert hätten."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25498959.html

esmeralda 1A

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22.02.2011 13:58 Uhr
Alan48 hat folgendes geschrieben:


Und jetzt bin ich gespant, ob sich jemand tatsächlich hinstellt und behauptet, es sei ihm oder ihr recht, wenn es miese, verlogene, betrügerische, manipulatorische, asoziale oder kriminelle Vorbilder sind.


Meiner Ansicht nach diskutieren wir hier diese Frage etwas im luftleeren Raum. Wer weiss eigentlich, welche Vorbilder Jugendliche von heute haben?

Sind es nicht eher Sportler oder Stars, die auch einmal böse bzw. "cool" in den Augen vieler sind? Aber aktuelle Politiker?

Love it, change it or leave it.

Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.(Oskar Wilde)


loge

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22.02.2011 14:01 Uhr
esmeralda 1A hat folgendes geschrieben:


Meiner Ansicht nach diskutieren wir hier diese Frage etwas im luftleeren Raum. Wer weiss eigentlich, welche Vorbilder Jugendliche von heute haben?

Sind es nicht eher Sportler oder Stars, die auch einmal böse bzw. "cool" in den Augen vieler sind? Aber aktuelle Politiker?


Das mag sein, aber ich glaub hier gehts eher um die Geschichte mit dem Wasser predigen und Wein trinken. Um Glaubhaftigkeit halt.
anamadango



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22.02.2011 14:02 Uhr
snafu hat folgendes geschrieben:
Warum wollt ihr eigentlich Vorbilder? Seit ihr noch nicht erwachsen und gefestigt und könnt euren eigenen Weg gehen? Das ist doch absurd.

Tja, ich bin nicht gefestigt, das stimmt. Ich bin flexibel und bereit durch mein Fehlverhalten zu lernen. Vorbilder zeigen mir, daß es einen Weg gibt zu wachsen. In diesem Sinne bin ich auch nichr er-wachsen, denn ich ich wachse solange, bis mich die Demenz packt
anamadango



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22.02.2011 14:04 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:

"Ja, es gibt ein Jagdfieber in mir", gibt einer der beiden Gründer der Plattform zu. "Aber es richtet sich nicht gegen die Person Guttenberg. Mein Jagdtrieb richtet sich gegen seinen Titel." Den will er dem Minister abjagen. "Er hat ihn unrechtmäßig erworben. Er muss ihn zurückgeben."


Die jungen Leute sind sauer und verteidigen die Dr.-Ehre. Das ist doch nachvollziehbar

esmeralda 1A

Forenbeiträge: 18278


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22.02.2011 14:06 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:


Das mag sein, aber ich glaub hier gehts eher um die Geschichte mit dem Wasser predigen und Wein trinken. Um Glaubhaftigkeit halt.


Ja, das gilt eigentlich für alle Menschen - für Leute, die in der Öffentlichkeit stehen oder für solche, die ihren Job machen oder in Internetforen schreiben.

Love it, change it or leave it.

Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.(Oskar Wilde)


loge

Forenbeiträge: 5672


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22.02.2011 14:11 Uhr
anamadango hat folgendes geschrieben:


Die jungen Leute sind sauer und verteidigen die Dr.-Ehre. Das ist doch nachvollziehbar


Bist Du da soo sicher? Wenn es ihnen darum geht, warum machen sie das ganz feig konspirativ und undercover?
Ich glaub denen gehts eher darum, eine Sau durchs Dorf zu treiben.

esmeralda 1A

Forenbeiträge: 18278


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22.02.2011 14:15 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:


Bist Du da soo sicher? Wenn es ihnen darum geht, warum machen sie das ganz feig konspirativ und undercover?
Ich glaub denen gehts eher darum, eine Sau durchs Dorf zu treiben.


und hier im Forum?

Wer von den Mitdiskutanten ist jung und hat einen Dr. Titel?

Love it, change it or leave it.

Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.(Oskar Wilde)

anamadango



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22.02.2011 14:17 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:


Bist Du da soo sicher? Wenn es ihnen darum geht, warum machen sie das ganz feig konspirativ und undercover?
Ich glaub denen gehts eher darum, eine Sau durchs Dorf zu treiben.

Altes Testament: Sie jagen den Sündenbock in die Wüste

loge

Forenbeiträge: 5672


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22.02.2011 14:24 Uhr
anamadango hat folgendes geschrieben:

Altes Testament: Sie jagen den Sündenbock in die Wüste


Schön, wie die Diskussion die Große Runde macht: ich gehe zurück auf LOS (sprich mein Posting heute um 10:37 Uhr - zweiter Satz).

ZickenGnackKnicker

Forenbeiträge: 59574


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22.02.2011 14:51 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:


Und das meinte ich mit meinem posting, nix anderes. Verfehlung hin oder her. Hier gehts nicht mehr um "Fehler aufdecken", hier gehts um mehr..... Und das ist in der gebotenen Form einfach nicht in Ordnung. Das ist krank.


Das ist nicht krank. Das sollte das Streben von viel mehr Menschen sein.
Nicht nur Rückhaltlos (hätte fast Rückratlos geschrieben) dieser Spezie
Politiker vorbehaltlos zu vertrauen, und alle 4 Jahre eine andere Art
machen lassen sondern aktiv zu kontrollieren und Fehlverhalten aufzudecken.

Das es sich gerade an der Person FTzG festmacht ist reiner Zufall, und die
meisten würden/sollten auch Politiker anderer Parteien ruhig exakter unter
die Lupe nehmen. Gibt genügend Politiker der SPD/Grüne/FDP/Linke die
genauso korrupt Interessen gewisser Lobbyisten und Eigeninteressen
folgen würden. (Schröder/Fischer)

Auffällig ist hier folgendes. Das viele Leute sich nach einem konservativen
Saubermann sehnen und ihn verteidigen, obwohl er bisher nichts bewegendes
für das gesamte Land (alle Menschen) zustande brachte. Er fällt halt auf als
Eigenverliebt (Inszenierungen) bis hin sich mit wenig Aufwand mit diesem
Titel zu schmücken.

Genau damit erklärt sich der Spott und das Engagement bei der Aufdeckung.

https://www.youtube.com/watch?v=TN9FsOSWy8w


loge

Forenbeiträge: 5672


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22.02.2011 15:03 Uhr
Wild Bill Hickok hat folgendes geschrieben:


Das ist nicht krank. Das sollte das Streben von viel mehr Menschen sein.
Nicht nur Rückhaltlos (hätte fast Rückratlos geschrieben) dieser Spezie
Politiker vorbehaltlos zu vertrauen, und alle 4 Jahre eine andere Art
machen lassen sondern aktiv zu kontrollieren und Fehlverhalten aufzudecken.

Da geb ich Dir recht ... wenn es um Vergehen in oder aus seinem Job heraus gehen würde. Aber hier geht es um private Verfehlungen. Seine Doktorarbeit ist nicht Bestandteil und war auch keine Voraussetzung für seinen Job.
Über solche Verfehlungen sollen bitte die entsprechend Verantwortlichen "richten" und nicht die Medien oder die breite Masse. Und vor allem nicht jene, die vermutlich selber genug Dreck am Stecken haben.
Darum gehts mir, nicht um einen Persil-Schein.

Wild Bill Hickok hat folgendes geschrieben:

Auffällig ist hier folgendes. Das viele Leute sich nach einem konservativen
Saubermann sehnen und ihn verteidigen, obwohl er bisher nichts bewegendes
für das gesamte Land (alle Menschen) zustande brachte. Er fällt halt auf als
Eigenverliebt (Inszenierungen) bis hin sich mit wenig Aufwand mit diesem
Titel zu schmücken.

Da geb ich Dir allerdings - diesmal uneingeschränkt - recht.
Alan48



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22.02.2011 15:16 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:
Über solche Verfehlungen sollen bitte die entsprechend Verantwortlichen "richten" und nicht die Medien oder die breite Masse.


Über Guttenberg wird nicht gerichtet, weder mit noch ohne Anführungsstriche. Stattdessen wird über Guttenberg berichtet, und die breite Masse bildet sich ihr Urteil (oder zuckt die Achseln, weil sie nicht versteht, worum es dabei eigentlich geht).

Es ist doch beinahe unglaublich: Natürlich kaufst Du bei einem Händler, der Dir die letzten drei gut polierten Schrottmühlen angedreht hat, Dein nächstes Auto. Oder kämst Du möglicherweise auf die Idee, an seiner Integrität zu zweifeln?

barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:
Und vor allem nicht jene, die vermutlich selber genug Dreck am Stecken haben.


Ehrlich gesagt, Barfuß, ich verstehe nicht, warum Du Deine verleumderischen Sprüche selbst nicht durchschaust. Aber mei... ist nun mal Dein Bier.
schdoibogg



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22.02.2011 15:19 Uhr
barfuss_im_regen hat folgendes geschrieben:
Nu ma gemach, Signore ... ich hab nirgends geschrieben, dass ich mit dem einverstanden bin was der Guttenberg da gemacht hat.

Ich find das und seine halbherzige Reaktion hierauf recht gaga.
Aber, bei allem Respekt, sowas hier find ich auch ziemlich daneben:

Auszüge (willkürlich) aus einem Bericht in der SZ heute:

Zitat:
"Die Jagdgesellschaft ruht nicht, ihre Beute treibt sie bei Tag und Nacht vor sich her. Aus der Ferne, wie aus dem Nichts feuert die unsichtbare Meute immer neue Pfeile auf den längst Waidwunden - und trägt ihre Treffer fein säuberlich in Listen ein. Das Internet jagt den Verteidigungsminister, und es ist erbarmungslos dabei."

"Ja, es gibt ein Jagdfieber in mir", gibt einer der beiden Gründer der Plattform zu. "Aber es richtet sich nicht gegen die Person Guttenberg. Mein Jagdtrieb richtet sich gegen seinen Titel." Den will er dem Minister abjagen. "Er hat ihn unrechtmäßig erworben. Er muss ihn zurückgeben."

"Aus der Deckung wagen will sich der Jäger dabei nicht. Der Student weiß, dass es in der akademischen Welt nicht gut ankommt, auf wissenschaftliches Fehlverhalten hinzuweisen. Aus Selbstschutz will er seinen Namen nicht in der Zeitung lesen - und nennt sich bloß "PlagDoc"".

"Stets arbeiten etwa 100 Menschen an der Seite, zwanzig von ihnen bilden einen harten Kern. Sie kennen einander nicht, und wenn ihre Mission erfüllt ist, werden sie womöglich nichts mehr miteinander zu tun haben. Es ist eine Zweckgemeinschaft, eine Community auf Zeit, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann. Wenn PlagDoc ein paar Stunden geschlafen hat, findet er neue Einträge auf den Plagiateseiten, neue Tipps und Hilfetexte für andere Nutzer vor. Das Pflichtgefühl, ihr gemeinsames Projekt rasch zu Ende zu bringen, hält die Gemeinschaft zusammen."
Zitat Ende.

Der ganze Bericht:
http://www.sueddeutsche.de/digital/jagd-auf-plagiate-im-int
ernet-wir-sind-der-gegendruck-1.1063242


Und das meinte ich mit meinem posting, nix anderes. Verfehlung hin oder her. Hier gehts nicht mehr um "Fehler aufdecken", hier gehts um mehr..... Und das ist in der gebotenen Form einfach nicht in Ordnung. Das ist krank.


Da ja nun die Meßlatte für Dissertationen ziemlich hoch gelegt wird bzw. jetzt erst die Höhe definiert, kontrolliert und das Reissen der Latte auch geahndet wird, wäre es doch sinnvoll, die Möglichkeit gibt es ja jetzt, diese Einrichtung in Form einer PlagDoc Behörde zu institutionalisieren und zukünftig alle Dissertationen genauso intensiv zu prüfen.
Vielleicht wird dadurch diese Titelgeilheit etwas eingedämmt und der Titel hat zukünftig wieder etwas mehr an Wert und Achtung in der Bevölkerung.



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