{"id":3666,"date":"2014-09-10T15:36:57","date_gmt":"2014-09-10T13:36:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.muenchnersingles.de\/blog\/?p=3666"},"modified":"2014-09-17T17:07:01","modified_gmt":"2014-09-17T15:07:01","slug":"als-singlefrau-alleine-weggehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.muenchnersingles.de\/blog\/als-singlefrau-alleine-weggehen\/","title":{"rendered":"Als Singlefrau alleine Weggehen"},"content":{"rendered":"<p>Als Singlefrau alleine Weggehen? Geht gar nicht. Oder doch? In einer neuen Serie beleuchtet unsere Gastbloggerin Patricia dieses Thema, \u00fcber das niemand wirklich spricht und viele Singlefrauen aus M\u00fcnchen brennen interessieren d\u00fcrfte:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.muenchnersingles.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/party-in-der-bar.jpg\" rel=\"dofollow\" ><img decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-380\" src=\"https:\/\/www.muenchnersingles.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/party-in-der-bar-150x150.jpg\" alt=\"party-in-der-bar\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Es ist ungef\u00e4hr ein gutes Jahr her, als ich \u2013 Mitte Drei\u00dfig, Single, berufst\u00e4tig, ein Kind &#8211; eine etwas niederschmetternde Feststellung machte: Das klappt irgendwie gar nicht mehr mit dem Weggehen. Es war wie verhext: All die coolen <a title=\"Ausgehen in M\u00fcnchen\" href=\"https:\/\/www.muenchnersingles.de\/muenchen\/ausgehen-muenchen\" target=\"_blank\" rel=\"dofollow\" >M\u00fcnchner Clubs zum Ausgehen<\/a>, so viele flirtbereite Singles wie in keiner anderen deutschen Stadt &#8211; und ich, eigentlich frei und ungebunden, sa\u00df Woche um Woche zu Hause, anstatt die Tanzfl\u00e4chen zu erobern.<br \/>\nDas Problem: Die Zeit war einfach nicht stehen geblieben in den letzten zehn Jahren. In diesen hatte sich mein Freundes- und Bekanntenkreis offenbar zweigeteilt. Das eine Lager: Ging kaum oder gar nicht mehr weg, weil die Kinder so fr\u00fch wach wurden, die Zeit mit dem Partner knapp war, die Arbeit rief \u2013 und \u00fcberhaupt sei man zu alt f\u00fcr Clubs und es ginge dort eh immer erst so sp\u00e4t los. Das andere Lager: Bestand aus den Kinderlosen mit dem unverw\u00fcstlichen Biorhythmus, die so feucht-fr\u00f6hlich die Nacht durch feierten, als ob es keinen Morgen g\u00e4be.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.muenchnersingles.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/iStock_000011860970XSmallSingleb\u00f6rse.jpg\" rel=\"dofollow\" ><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2762 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.muenchnersingles.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/iStock_000011860970XSmallSingleb\u00f6rse-150x150.jpg\" alt=\"Laughing young women enjoying themselves\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Und ich war genau zwischen diesen zwei Welten. Und damit voll in der Klemme. Denn weder wollte ich mein Tanzbed\u00fcrfnis begraben, noch wollte ich um Mitternacht erst los, die Nacht durchmachen und am n\u00e4chsten Tag meinen Kater pflegen. Ich wollte spontan sein, warum nicht auch mal unter der Woche ausgehen, ohne mir die Kante zu geben.<br \/>\nIch hatte nun die Wahl: Entweder verzweifeln und auf dem Sofa weiter jammern oder es auf eigene Faust probieren.<br \/>\nUnd so begann mein Experiment: Wie gut kann man als Single-Frau, ganz alleine, in den einschl\u00e4gigen M\u00fcnchner Clubs weggehen? Und vor allem: fr\u00fch, und nicht so lange, und nicht so exzessiv?<br \/>\nIch machte eine Liste. Meine erste Station: <a href=\"http:\/\/www.089-bar.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das juke&amp;joy Afterwork im Pacha und 089<\/a> (immer donnerstags). Fand ich super, um meinen gesunden Mittelweg anzutesten; der fr\u00fche Beginn (T\u00fcr \u00f6ffnet um 19.00h im Pacha, um 21.00h im 089) hatte ebenso fr\u00fches Schlafenszeit-Potential \u2013 ein Traum f\u00fcr meinen Schlaf-\/Wachrhythmus.<br \/>\nZufrieden mit meinem Plan kam mir jedoch am gro\u00dfen Tag selbst etwas in die Quere:<br \/>\nEin Anfall eklatanter Schamgef\u00fchle.<br \/>\nMein innerer Monolog klang in etwa so: \u201eAlleine weggehen? Wie peinlich. Alle werden denken, dass ich keine Freunde habe und dass mit mir etwas nicht stimmt. Sie werden mich bemitleiden, komisch anstarren, l\u00e4stern. Und ich werde bl\u00f6d rumstehen, mich wahrscheinlich eh nicht trauen zu tanzen\u2026.\u201c.<!--more--><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nIch lie\u00df das Kopfkino eine Weile gew\u00e4hren, dann machte ich einen Deal mit mir selbst: Ich w\u00fcrde es zumindest probieren und mindestens eine Stunde bleiben. Wenn ich mich dann tats\u00e4chlich nicht wohlf\u00fchlen sollte, dann k\u00f6nnte ich immer noch gehen.<br \/>\nLos ging\u2019s.<br \/>\nNach einem Glas Mutmach-Prosecco zu Hause schlug ich kurz nach 21h im Pacha auf. Es war ein warmer Sommerabend, und die Terrasse war voller angeregter Unterhaltungen zwischen Menschen, die \u2013 na klar- mit ihren Freunden da waren. Nicht alleine.<br \/>\nIch hatte mir zu Hause noch \u00fcberlegt, dass ich mir notfalls mit einer kleinen Ausrede behelfen k\u00f6nnte, falls jemand mein Alleinsein bemerkt und mich darauf verwundert anspricht. Dass meine Verabredung kurzfristig abgesagt habe, w\u00fcrde bestimmt plausibel klingen.<br \/>\nTrotzdem musste ich jetzt erst mal diese lange Terrasse bis zum Welcome-Drink-Tresen durchqueren, w\u00e4hrend ich mir vorstellte, dass alle Blicke auf mich gerichtet waren.<br \/>\nGeschafft.<br \/>\nAm Welcome-Drink-Zettel-Ausf\u00fcll-Stehtisch hatten es sich zwei M\u00e4nner mit ihren Drinks bequem gemacht; einer gesch\u00e4tzt etwas j\u00fcnger, der andere etwas \u00e4lter als ich. Beide eigentlich nicht mein Typ \u2013 aber irgendwie sympathisch. Diesen Eindruck nahm ich kaum bewusst wahr \u2013 schon hatte der sich nach Anschluss sehnende Anteil in mir sie mit einem etwas abgekarteten Spruch angesprochen (ich glaube ich hab wirklich gefragt, ob sie die Welcome-Drinks bewachen. Oder so \u00e4hnlich.) Und schon waren wir mittendrin in einem netten Gespr\u00e4ch. Entspannt. Ohne Absichten. Einfach den Abend und die Zeit genie\u00dfend.<br \/>\nIrgendwann kam nat\u00fcrlich die gef\u00fcrchtete Frage. Ob ich denn allein hier sei. Ich dachte an meine vorbereitete Antwort \u2013 aber irgendwie gab es keinen Grund, den beiden etwas vorzumachen. Also sagte ich doch tats\u00e4chlich die Wahrheit: Dass mir einfach nach Ausgehen und Tanzen war, aber es gar nicht so einfach ist, jemanden in meinem Bekanntenkreis so in der Woche und zu dieser Zeit daf\u00fcr zu gewinnen. Und dass ich mich einfach nicht damit abfinden wollte, zu Hause zu bleiben. Au\u00dferdem komme man viel besser mit neuen Leuten ins Gespr\u00e4ch, wenn man alleine unterwegs sei.<br \/>\nStatt irritierten Blicken \u2013 Anerkennung f\u00fcr meinen Umgang mit den Tanzhummeln im Arsch. Das macht man eigentlich viel zu wenig, sagte der \u00c4ltere sogar.<br \/>\nDer j\u00fcngere der beiden kam von au\u00dferhalb und zog es vor, nach einem weiteren Drink heim zu gehen. Mit dem anderen eroberte ich schlie\u00dflich die Tanzfl\u00e4che. Nachdem ich eine ganze Weile nicht mehr Tanzen war, war es wie eine Erleuchtung, f\u00fcr mich in dem Moment das gr\u00f6\u00dfte Gl\u00fcck der Welt.<br \/>\nIch war seitdem mehrfach zum Afterwork dort, zum Teil alleine, zum Teil mit Freundinnen. Durch die fr\u00fche \u00d6ffnungszeit findet sich eine angenehme Mischung an Leuten zu verschiedenen Musikstilen dort ein: Im Pacha zur fr\u00fcheren Zeit das etwas \u00e4ltere After-Work-Volk, das relativ bald zu elektronisch\/House dominierten (absolut tanzbaren) Beats auf die Tanzfl\u00e4che geht; und zu sp\u00e4terer Stunde dann das etwas j\u00fcngere Partyvolk im 089 zu Charthits\/Dancefloor. Dort kann es dann zu etwas noch sp\u00e4terer Stunde etwas sehr fleischbeschaulich werden \u2013 mich st\u00f6rt das nicht, denn man entscheidet schlie\u00dflich selbst, ob man drauf eingeht oder nicht. Ich pers\u00f6nlich bin zu der Zeit meistens eh schon vom Tanzen ausgetobt, schwei\u00dfnass und gl\u00fccklich auf dem Heimweg.<br \/>\nVom Welcome-Drink-Bewacher verabschiedete ich mich, dankbar f\u00fcr den sch\u00f6nen Abend, mit einem Busserl auf die Wange. Es war etwa Mitternacht, als ich mich auf den Heimweg machte \u2013 gl\u00fccklich, ab jetzt wieder die uneingeschr\u00e4nkt freie Wahl zwischen Sofa und Tanzfl\u00e4che zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Singlefrau alleine Weggehen? Geht gar nicht. Oder doch? 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